Ich habe viel aus Büchern gelernt, ich habe Erfahrungen in meinen zahlreichen Ausbildungen gesammelt, das Leben selbst hat mich in viele weitere unerwartete Richtungen gelenkt - aber wenn ich ehrlich bin, dann nehme ich selbst am meisten mit, wenn ich mich einfach mit Menschen unterhalte. Das ist für mich Reflexionsgrundlage pur. Von da aus kann ich immer einen Schritt weiter gehen.

An dieser Stelle veröffentliche ich nun nach und nach Interviews, die ich mit Künstlern und Kreativen im Rahmen meiner Masterarbeit "Die Kunst des Coaching - Durch Gespräche mit Künstlern zur Essenz des kunstanalogen Coaching" - und inzwischen auch darüber hinaus - geführt habe. Ich durfte in einer großen Band­breite Einblicke in die Arbeit der verschiedensten Menschen aus inzwischen neun verschiedenen Nationalitäten gewinnen. Zwischen dem jüngs­ten und der ältesten Gesprächspartnerin liegen 50 Jahre Altersunterschied. Sie stammen aus dem Spiel- und Theaterbereich, aus Film, Hörfunk und Fernsehen. Es sind Schriftsteller, Photographen, Malerinnen und Bildende Künstler sowie Musiker.

Sie verhalfen mir zu folgender Erkenntnis - wie die Zusammenfassung meiner Masterarbeit zeigt:
Der Coachingprozess im kunstanalogen Coaching wird mithilfe kunstorientierter Me­thoden gestaltet und ist im Sinne systemischen Denkens und Handelns von Ressour­cenorientierung und der Haltung des Nicht-Wissens geprägt. Der Coach handelt  hierbei, wie ein Künstler sein Werk schafft. Um hilfreiche Vorannahmen für die Kenn­zeichen solchen kunstanalogen Handelns zu formulieren, wurden in diesem For­schungsprojekt 31 Künstler ausführlich zu den Hintergründen ihrer kreativen Prozes­se und ihrer Haltung befragt. Wird die Essenz der getätigten Aussagen auf den Coa­chingprozess übertragen, erscheint dieser hochindividuell und dynamisch aus dem Moment zu erstehen und ist ergebnisoffen. Im kunstanalogen Coach fordert dies eine hohe Präsenz sowie sprachliche und ästhetische Kompetenz, welches zu einer inten­siven Selbstfürsorge einlädt.

Most of the interviews published here are part of the Master project "The Art of Coaching - Approaching the Essence of Art Analogue Coaching".

What they helped me find out you can read in the abstract of my master thesis:
Art analogue coaching is based in systemic thinking and acting, which means that it is resource-oriented and „not knowing“, not founded upon a priori knowledge. By utili­sing the innovative methods of art, evolving change processes are supported crea­tively. Just as an artist creates his work, so an art analogue coach shapes the pro­cess of coaching. He or she acts in a similar manner to an artist. 31 artists have been interviewed as part of this master thesis in order to explore what art analogue thin­king and acting possibly involves. The essence of their various statements about their work, creative process and attitude has been transferred to explain art analogue coa­ching. The process of coaching therefore seems to be dynamic and highly individual - it springs from the moment. Its result or outcome appears to be left completely open. This implies that an art analogue coach must be highly aware, perceptive and pre­sent, aesthetically sensitive and able to use communication skills, f.ex. put useful questions. To sustain these capabilities, extensive self-care seems necessary.

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