Gabriele Wendland - Schnappschuss

 

Die Werke der freien Künstlerin Gabriele Wendland sind so lebendig wie ihr ansteckendes Lachen, das ich noch gut aus unserer gemeinsamen Elternratszeit aus der Schule unserer nahezu gleichaltrigen Söhne kenne. Gabriele Wendland photographiert als Grundlage für ihre Zeichnungen und Malerei und produziert auch Holzschnitte. Ihre figurativen Acryl- oder in Mischtechnik erschaffenen Bilder sind ungewöhnlich und humorvoll. Es ist viel Bewegung in ihnen. Die Hamburger Malerin stellte kürzlich in China und den USA aus, gibt zahlreiche Kurse im Kulturhaus Süderelbe und in der Hamburger Kunsthalle, engagiert sich in der GEDOK, der Gesellschaft für deutsch-chinesischen Kulturaustausch und für Menschen mit Fluchterfahrung. Ich durfte sie im April 2016 in ihrem Atelier in Hamburg besuchen und lasse sie hier im Originalton zu Wort kommen.

Worum geht es in deiner Kunst? Wie beschreibst du deine Malerei?

„Ich habe keinen großen philosophischen Ansatz, sondern einen bildlichen Ansatz. Das, und so einen geschichtlichen Ansatz. Ich setze meine eigene Biographie als Ansatz mit ein. Ich erzähle eine Geschichte, aber nicht, wie einen Roman. Wenn ich mein Bild erkläre, dann würdest du wissen, wie ich denke, was ich mache und was ich tue. Ich erkläre aber nicht jedes einzelne Bild. Das ist unangenehm für mich. Und das ist teilweise auch Nonsens, also sagen wir mal so: Einer meiner Lieblingsschriftsteller ist der Murakami, da geht es um Realität. Also eigentlich um realistische Malerei, die in die Phantasie geht. Oder anders herum. Das ist eigentlich so der theoretische Ansatz meiner Bilder.

Der praktische Ansatz ist sehr experimentell. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, ein Bild zu beginnen. Das wechselt bei mir immer je nach Stimmung. Manchmal ist es eine Idee und dann Experiment oder erst ein Experiment und dann diese Idee hineingeben. Einmal ist es ein sehr experimenteller Ansatz und dann ein ganz bewusster Ansatz. Und mein bewusster Ansatz ist ganz klassisch. Ich arbeite viel nach Photos, ich habe ja kiloweise Photos. Bis jetzt hab ich alle Photos selbst gemacht. Also grundsätzlich mache ich selbst Photos. Das heißt aber nicht, dass ich jetzt ein Photo abmale, sondern eine Figur kommt aus dem Photo, die andere aus dem Photo, ach, das Haus interessiert mich… Ob ich nun zeichne, drucke, male, es gibt keine Vorzeichnungen sondern ich arbeite es direkt, also ich übertrage niemals ein Bild auf was anderes. Aber ich probiere im Kleinen natürlich aus. Ich habe immer neue Ideen und dann probiere ich erst mal im Kleinen aus: Kann man damit arbeiten? Und wenn ich merke, diese Geschichte interessiert mich mehr, dann fange ich an, erst größer zu werden. 

Gabriele Wendland Triptychon B-M BandDas zieht sich auch irgendwie durch. Bei Musik habe ich so kleine Zeichnungen und dann wird das ganz groß und anders herum. Ich arbeite immer experimentell, auch wenn ich nach Photos arbeite. Und wenn ich anfange, dann ist immer wichtig: Wie verhält sich die Farbe? Wenn ich nach einem Photo male, mache ich nicht eine genaue Vorzeichnung, sondern ich sehe: Aha, jetzt habe ich gerade zu viel Rot, verdünn' sie mir und male das rot an, und dann läuft alles runter und zack zack zack zack. Und dann nehme ich Blau und mache die nächste Figur: zack zack zack zack, dann läuft es. Dann drehe ich das Bild um, dann mach ich das, zack zack zack zack läuft es runter. Wenn ich dünne grobe vorzeichne, kippe ich irgendwie Farbe rauf, wie sich das verhält, damit ich Strukturen habe. Also Strukturen entstehen immer dadurch, dass ich Farbe laufen lasse.

Ich male ja mit Öl. Oder sagen wir mal so: Ich fange mit Acryl an, mit sehr flüssiger Farbe teilweise, mit Öl würde es hier nur nach Terpentin dampfen. Ich fange wirklich mit Acryl an, damit ich herumprobieren kann. Und dann mache ich ein Grundgerüst. Dann stelle ich das Bild erst mal weg. Für einen Monat. Ich arbeite mindestens an zwanzig Bildern. Das bedeutet immer: Ich arbeite, je nachdem, wie groß das Bild ist, eine Woche oder zwei Wochen am Bild. Oder einen Tag, je nachdem. Bei Kleinen ist es ja manchmal nur eine halbe Stunde, mehr nicht, und dann lege ich es weg. Und das heißt, jedes mal, wenn ich es nach einem Monat wieder hervorhole, dann sind meine Gedanken ganz woanders. Und dadurch entstehen die Ebenen.

Man hat vielleicht eine Idee und dann kann man es probieren, ob man das so in die Richtung kriegt, aber im Prinzip spielt es mit dem Zufall. Und aus diesen Strukturen, die entstehen, das kann Farbe laufen sein, das kann irgendwie klecksen sein, das kann sein: Oh, jetzt habe ich Farbe über - ich bin ja irgendwie ökologisch, irgendwie habe ich keine Lust, viel Farbe wegzuschmeißen, irgendwie so ein Umweltbewusstsein - das heißt ich schmiere hier einfach irgendwie dicke Farbe drauf, dann habe ich dicke Strukturen. Oder ich mache noch Sand drauf. Manchmal habe ich eine Tube genommen und einfach so drauflos. Das kann ein sehr realistischer Beginn sein, der ins Phantastische geht, und dann geht‘s auch anders herum, dass es einfach irgendwie von Sand ausgeht, also erst nicht nach Photo gearbeitet.

Dieses experimentelle Arbeiten finde ich ganz schwierig. Ich kann mir kein Ziel setzen. Ich habe mir im Leben nie irgendein Ziel gesetzt: Das und das muss ich irgendwie sein. In der Malerei mache ich das auch nie, sondern ich lebe so mehr oder weniger in den Tag hinein. Gut, ich hab so mein Ziel: Ich will malen, ich will dies, ich will das, aber wenn man nur das Ziel sieht, dann fühlt man sich überfordert. Man muss sehen, dass man nicht überfordert ist, sondern einfach bestimmte Dinge ausprobieren. Wenn ich sag: Oh, ich komm überhaupt nicht weiter, dann mache ich Musik, dann mache ich Sport, dann mach ich dies, dann geh ich einmal den Jakobsweg oder was auch immer. Man macht Sport, man malt, man macht Musik und man macht irgendwas, und schon fühlt man sich wohler.

Die Idee ist ganz einfach. Es gibt ganz viele Möglichkeiten. Ich habe so ein paar Grundideen, das ist Musik, das ist China, das ist Schrift, das ist Sport, also irgendwie was mit Bewegung, irgendwie was mit Menschen, die was machen. Ich mache auch schon seit fünf, sechs, zehn Jahren irgendwie eine Serie mit meinem Sport Tai Chi. Das sind so Grundideen, die sich immer wieder durch mein ganzes Werk ziehen. Angefangen habe ich mit Männern.“ Sie lacht.

Gabriele Wendlands Männer

„Das war in den Achtziger Jahren, wo es auch in der Werbung so gewesen ist, dass immer nur mit Frauen geworben wird, dass die Frau so sexualisiert worden ist. Ich sollte eine kunstwissenschaftliche Arbeit schreiben über das Schöne an der Frau, also am weiblichen Akt. Hat mich nicht interessiert. Ich habe über den männlichen Akt geschrieben und damit habe ich mich ganz viel mit Männern und „wie werden Männer dargestellt?“ befasst, in meiner ganzen Malerei und der Beziehung Mann-Frau. Beziehung Mann-Frau, Männer, das war eins der ersten Themen.

Natürlich habe ich auch Stilleben gemacht, alles mögliche, ich habe alles ausprobiert. Aber das erste, woran ich wirklich ganz lange gearbeitet habe, das waren Männer, die Darstellung von Männern und die Darstellung von Beziehungen. Und die Technik ist auch ganz wichtig, weil mein Lebensgefährte Ingenieur ist, das heißt, es durchzieht sich immer irgendwas Elektronisches. Ich habe mal in einem winzigen zehn Quadratmeter-Zimmer mit schrägen Wänden gearbeitet, und da habe ich nach einem dreiviertel Jahr festgestellt, dass ich lauter eingesperrte Männer male." Sie lacht wieder. "Das Umfeld spielt mit. Im Winter bin ich meistens irgendwie drin und male oder arbeite und mache nicht so viel, vor allem nicht, wenn es regnet. Und dann kommen da halt eingesperrte Männer heraus. Oder, als mein Sohn klein war, habe ich lauter angeschlossenen Männer gemalt. So Landschaften mit an Computer angeschlossenen Männern. Und Häuser, die irgendwie Hände haben, so weibliche Häuser, die sich Männer grabschen.“

Gabriele Wendland - Häuser

Was die Künstlerin zum Arbeiten braucht

Sie lacht: „Auf jeden Fall den Zufall auch…. Material….. und irgendwie ein interessantes Leben!“

Malerei mit Tagebuchfunktion

„Ich habe ein Atelier und ich arbeite in einer Kunstwerkstatt für Flüchtlinge. Tagebuch ist übertrieben, aber vielleicht ist es so eine Art Tagebuch, das ich führe mit meinen Bildern. Und wenn man so mein Werk sieht, dann weiß man eigentlich, was in meinem Kopf so mein Leben lang herum gegeistert ist. Und wenn ich der Meinung bin, in ein Musikbild muss jetzt ein Flüchtling rein" - hier lacht sie erneut - "dann kommt er da mit rein!

Auch wenn ich nicht so viel Input habe, es kommt irgendwas dabei herum. Aber das, was eben für mich wichtig ist. Meine Malerei ist immer wie so ein Tagebuch von dem, was mir gerade zu dem und dem Zeitpunkt wichtig ist. Deswegen gibt es auch viele China-Bilder, das hat sehr viel mit meinen Aufenthalten da zu tun. Schrift ist auch ein ganz wichtiges Element. Ich habe ganz oft immer mit mit Schrift gearbeitet, aber nicht mit chinesischen Schriftzeichen, auch meinen Sohn sollte ich photographieren, er wollte kopfüber Harry Potter lesen. Und dann sollte ich das malen, das hab ich dann auch gemacht (lacht), da war er irgendwie sechs, sieben, und dann habe ich ihn dann photographiert, wie er auf dem Stuhl saß mit den Füßen nach oben Harry Potter lesend, das habe ich dann wirklich fast 1:1 auch gemalt.

Gabriele Wendland - Bücherwurm

Dann die chinesischen Schriftzeichen. In China, da gibt es eine ganz ganz tolle Schriftkunst und wie man mit Schrift was macht. In einem Musikbild ist Schriftbild, da steht „You and Me“, das ist wahrscheinlich der Name der Gruppe. Ich arbeite es ein, auch die Werbung in T-Shirts, die versuche ich dann natürlich zu verfremden, dass ich da nicht irgendwie Werbung laufe, aber das nehme ich absolut oft mit rein. Das sind so Wanderbilder.

Gabriele Wendland - Heidewanderung

Ich bin ja keine Landschaftsmalerin an sich. Es geht dieser Blick. Ich male ja nicht irgendwie schöne Landschaften, sondern es geht mir um Bewegung. Es geht mir darum, wie der Mensch lebt. Und irgendwie gehört dann dieser Wegweiser dazu. Also in diesem Falle ist er sehr wichtig. Das ist einfach so ein Bild, da hat sich der Wegweiser irgendwie verselbständigt. Das ist der Jakobsweg und bestimmte Zeichen gehören auch mit zum Bild, also  wenn ich eine Landschaft male, kommen Verkehrszeichen, Warnzeichen, Stacheldraht oder so auch mit ins Bild rein. Da photographiert man, da kommt Licht raus, und das wabert dann auch so, ein Blitz, der dann übers Bild wabert. Wenn ich eine Landschaft male, nehme ich die Strommasten teilweise mit. Ich habe Chinabilder, die eigentlich nur aus Strommasten bestehen. Ich habe nicht das schöne Dorf gemalt, sondern ich habe das Dorf gemalt mit den Baggern und mit den Strommasten. Ich male so, wie es dann ist. Und dann aber, wenn ich das dann mache, dann male ich die Bagger mit. Fertig aus Ende. Es geht mir auch darum, irgendwie die Lieblichkeit einer Landschaft zu brechen.“

Gabriele Wendland erzählt vom Unterrichten

„Für mich ist der Unterricht auch immer inspirierend, eine Inspirationsquelle, weil ich ja auch bestimmte Techniken zeigen will. Ich habe einfach meinen Schülern - es sind erwachsene Schüler - gezeigt, wie ich arbeite. Früher habe ich das immer auf ein Blatt Papier gemacht und dann weggeschmissen, jetzt nehme ich einfach meine Keilrahmen mit, also auch um denen zu zeigen, was ich meine. Das ist für Schüler, die autodidaktisch arbeiten und wenig Ahnung von Malerei haben, oder manchmal auch ein bisschen mehr, sehr schwierig, wenn ich das erzähle: Wie kann man irgendwie zu einem Bild kommen? Es ist sehr schwer und das muss man denen zeigen.

Ich habe im Unterricht auch Styropordrucke gemacht. Das heißt, man kann alles nehmen: Aha, ich nehme jetzt so eine Styroporplatte, steche da mit Bleistift rein, rolle Druckfarbe darüber und drucke sie aufs Bild. Und dann habe ich eine Grundstruktur, so ornamentalische Dinge. Das ist das Typische, was entsteht, wenn man einen Styropordruck macht. Ich habe da auch irgendwie nichts Realistisches gemacht sondern einfach nur ein Muster. Und alles, was dann reingedrückt ist, wird weiß. Dann kann man Farbe darüber streichen, also sehr dünn lasiert. Dann fängt man an mit Farbe zu arbeiten, ich habe ich hier eine Tube genommen, einfach so hau-drauf, und dann mit Sand gearbeitet, und erst zum Schluss habe ich begonnen: Aha, hier könnte eine Figur sein! Und dann guck ich mal in meinen ganzen Photos: Was für eine Figur passt dahin? Das sind irgendwie Musiker, das werden Musiker, also diesmal ohne Musikinstrumente. Aber diese Streifen könnten vielleicht so eine wabernde Musik sein. Und das sind Zuschauer.“

Gabriele Wendland - Gestrickter Sound

Wann fängt Kunst an?

„Nach Beuys kann jeder ein Künstler sein. Man muss es nur machen, ja: Tee trinken! Tee trinken! Das ist ein wichtiges Geschirr zur Teezeremonie aus China. Das sind so Thermotassen, die sind hier zwischen hohl, dass der Tee auch ein bisschen länger heiß bleibt. Machen wir natürlich nicht richtig, aber dieses Wasser nachkippen immer wieder… Der Tee bleibt ja drin und ich kippe jetzt immer Wasser nach. Und dann wird er wieder ein bisschen dünner. Auf jeden Fall ist das ja auch schon eine Kunst.

Ab wann ist es Kunst, das ist eine sehr schwammige Frage, die eigentlich niemand beantworten kann. Das ist einfach eine Aktion, wenn du es einmal machst. Das kann auch eine politische Aktion sein. Wenn dir aber dieses Ritual wichtig ist und du das immer erweiterst und du das ständig machst, also regelmäßig, einmal im Monat oder so, dann entwickelt sich das zur Kunst, weil dann auch immer mehr Leute darauf aufmerksam sind.  Das heißt, so ganz normale Dinge werden zur Kunst erhoben. Readymade nennt sich das. Dann ist da irgend so ein Flaschenhalter von Duchamp und dann stellst du ihn hin und dann ist das Kunst. Und das sind einfach so Grenzgeschichten, in jeder Beziehung Grenzgeschichten. Auch in der Malerei. Wann ist es eigentlich Malerei und wann ist es nur Auftragsarbeit? Also wenn du wirklich perfekt bist und wirklich sämtliche Regeln einhältst, wird das Bild total langweilig. Das ist auch eine Grenze, wo man denkt: Das muss nicht sein. Und experimentell? Irgendwann sind es nur Farbkleckse, und da sagt dann jeder: Ist das langweilig, ne? Aber wann es langweilig ist, ist auch immer irgendwie individuell, es sind einfach irgendwie Grenzgeschichten.

Auch das schwarze Quadrat von Malewitsch. Wenn man das einfach sieht und den Hintergrund nicht hat, dann ist es einfach nur: Was soll das? Aber wenn man einfach weiß, es ist eine Reduktion, also einfach ein Endpunkt an einer bestimmten Art, also er hat ja immer mehr reduziert, immer mehr in die Fläche gegangen, das ist ja Suprematismus. Also hier im Westen gab es den Kubismus, in Russland gab es den Suprematismus, und da wurde alles so in geometrische Formen und Zeichen eingeteilt. Und irgendwann hat man eben das schwarze Quadrat, und das ist ein Kopf vielleicht. Oder einfach nur ein Quadrat. Das ist dann auch wieder so eine Geschichte. Wenn aber alle Leute dann das schwarze Quadrat abmalen und das ist jetzt Kunst, tja, dann ist das langweilig.“

Wer sind deine Vorbilder?

„H.P. Zimmer hat mich geprägt hat, das ist mein Lehrer. Einer meiner Lehrer, Blalla W. Hallmann, ist ganz unbekannt, höchstens in Köln sehr bekannt, so ein Underground-Künstler. Der hat mich in  bestimmten Dingen bestärkt: Man kann alles machen, auch sämtliche Dinge unter der Gürtellinie. Also so unter der Gürtellinie wie er kann ich gar nicht sein, weil mein Leben gar nicht so ist, aber lieber nach dem Motto: Irgendeinen Mist malen als gar nicht malen! Und dann malst du irgend so einen Mist und irgendwann passiert schon irgendwas. Und wenn man lange nicht gemalt hat, zum Beispiel ist man in Urlaub, irgendwo auf Reisen, dann hat man eine Hemmschwelle - ganz viele, auch professionelle Künstler. Oder vor allem auch Autodidakten und Laien haben eine Hemmschwelle. Und das versuche ich auch immer meinen Schülern zu sagen: Aha, einfach anfangen! Und wenn man nur Käsekästchen malt. Ich mache da Telephonzeichnungen, oder irgendwas: Jetzt mache ich da irgendwie einen Zickzack und dann male ich einen Zickzack und schwarz und einen Zickzack und rot. Und automatisch entwickelt sich was ornamentalisch und automatisch kommt man wieder in den Fluss irgendwie zu einer Malerei. Das heißt, auch keine Hemmungen vor Peinlichkeiten. Also wenn das wirklich peinlich ist, dann kann ich das in die Schublade packen oder in den Mülleimer. Wenn man meint, man muss den schlimmsten Kitsch malen und das grausamste Zeug je nachdem, dann muss man das malen. Und ich meine, hinterher kann man sagen: Das kann ich nicht ausstellen! Aber man hat es gemalt.“

Zu meiner großen Freude und mit echter Dankbarkeit darf ich veröffentlichen, dass die inspirierende Gabriele Wendland am 30. April 2017 im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums meiner „Praxis für Logopädie Britta Weinbrandt“ in den Praxisräumen einige ihrer Werke, Malerei und Zeichnungen, ausgestellt hat. Die Malerei ist bis auf weiteres noch zu besichtigen. Wer nicht abwarten kann, bis er den Weg zu mir gefunden hat - so sehenswert und schön war meine Praxis noch nie! - findet auf Gabriele Wendlands Homepage und in ihrem Archiv weitere Anregungen. Ebenso kann man ihr auf Facebook oder instagram folgen.

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